Autor: fpf

Motto für 2021?

Diskriminierung am Arbeitsplatz, Mobbing in der Schule, Hassprediger etwa in Bremen und Istanbul, „lgbt-freie Zonen“ in Polen – wohin bewegt sich Europa? Wo kommen wir in den Schulbüchern vor, wo dürfen wir heiraten, wo Kinder adoptieren, wo wenigstens Blut spenden? Europa ist bei unseren Rechten ein Flickenteppich, unsere Akzeptanz als Teil der Gesellschaft sehr verschieden und jedenfalls überwiegend noch immer zu gering. Darum soll es gehen beim CSD Karlsruhe 2021.

Was uns jetzt noch fehlt? Ein griffiges Motto, um unser Anliegen auf den Punkt zu bringen. Schick uns Deinen Vorschlag bis zum 2. August an kontakt@csd-karlsruhe.de oder als Kommentar direkt hier unter diesem Beitrag. Der Preis? Ein geiler, politischer CSD für uns alle.

Schirmherr 2020: Dr. Ernesto Marinelli

„Wir freuen uns sehr, dass Dr. Ernesto Marinelli, ein engagierter Kämpfer für queere Rechte, unsere Schirmherrschaft übernommen hat“, so Karsten Kremer vom Christopher Street Day (CSD) Karlsruhe. Dr. Ernesto Marinelli ist Senior Vice President, Global Head of HR Business Partners for Customer Success & Regions und zudem das Gesicht des deutschen LSBTI-Netzwerks für Pride@SAP. LSBTI steht für die sexuelle Orientierung der Personen dieser Gruppe wie Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und „queere“ Menschen. Seit Marinelli in den 80er Jahren aus Italien nach Würzburg kam, wo er später nicht nur sein Studium abschloss, sondern auch seinen Mann, Thomas, kennenlernte, hat er mit seinen 15 Jahren bei SAP bereits einiges im Bereich Vielfalt und Inklusion erlebt und gibt seine Erfahrungen gerne weiter. Passend zum Motto des diesjährigen CSD in Karlsruhe „Queer enough! United we stand.“, ist es ihm wichtig, dass die LSBTI-Community gerade in Zeiten wie diesen zusammensteht und sich für eine inklusivere Gesellschaft in all ihren Facetten einsetzt. Es gehe darum, das vorhandene Potential zu nutzen, um eine weit verbreitete Toleranz für Gruppen außerhalb des Mainstream zur Akzeptanz zu wandeln, so Marinelli.
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CSD Karlsruhe virtualisiert

Schweren Herzens, aber zur Verringerung der Corona-Ansteckungsgefahr wird der für den 6. Juni geplante CSD Karlsruhe virtualisiert. Das heißt, daß wir das Familienfest, die Demoparade und das gesamte Rahmenprogramm leider absagen müssen.

Aber: Am 6. Juni zur gewohnten Zeit um 16 Uhr werden wir einen Livestream der Kundgebung und des Bühnenprogramms in Eure Wohnzimmer streamen. Das wird alles grade mit heißer Nadel organisiert, immer aktuell unter http://csd-ka.de/2020.

IHK-Präsident Grenke übernimmt CSD-Schirmherrschaft

„Diskriminierung jedweder Art schadet der Wirtschaft“

Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages und der IHK Karlsruhe sowie Gründer der Baden-Badener Grenke AG, unterstützt den diesjährigen Christopher-Street-Day (CSD) Karlsruhe als Schirmherr. „Die Vielfalt in den Betrieben, in der Region, im ganzen Land, spielt eine bedeutende Rolle für Wohlstand und Frieden in Europa. Daher darf Ausgrenzung nicht in unserem Sinne sein“, so Grenke. „Ich unterstütze den diesjährigen Christopher-Street-Day in Karlsruhe als Schirmherr, weil ich überzeugt bin, dass Menschen, die sich entfalten können – so individuell wie sie sind – Wirtschaft und Gesellschaft voran bringen.“

Der CSD Karlsruhe am 1. Juni 2019 steht unter dem Motto
„Geschlecht: [ ] ja [ ] nein [ ] vielleicht [x] wieso?“.
An diesem Tag veranstaltet der CSD Karlsruhe e.V. ein ganztägiges Familienfest auf dem Stephanplatz mit Bühnenprogramm, kulinarischen Angeboten und einer Infomeile, auf der sich verschiedene Gruppierungen vorstellen. Um 14 Uhr startet eine Demoparade durch die Innenstadt, die gegen 16 Uhr mit einer Kundgebung sowie einem Grußwort des Schirmherrn auf dem Stephanplatz endet.

Transgender Day of Remembrance

Am 20.11. ist der TDoR, und wir freuen uns sehr, ihn zusammen mit den Pride Pictures und dem La Vie begehen zu können: 18h treffen wir uns zu einem Gedenkspaziergang vom Stephanplatz (hinter der Postgalerie, dort wo auch das CSD-Familienfest stattfindet) zum Platz der Grundrechte. Ab 20h zeigen wir dann im La Vie die Filme „Feiert Eileen!“ und „Daughter“.

Veranstaltung: „Verfolgung wegen Homosexualität kein Asylgrund?“

Am 5. November veranstalten United Refugees Rights Movement Karlsruhe e.V. und Offenes Antirassistisches Treffen Karlsruhe eine Diskussionsrunde zu o.g. Thema ab 20 Uhr im Café Palaver (Gewerbehof, Steinstr. 23) mit Mitarbeiterinnen von PLUS e.V. Rhein-Neckar und amnesty international Stuttgart.

Mannheim, Darmstadt, …

Samstag ist CSD Rhein-Neckar in Mannheim, die Woche drauf ist CSD Darmstadt. Wir sind bei beiden Demoparaden mit einer Fußgruppe dabei. Komm doch einfach dazu, schließ Dich uns vor Ort an! Je größer die Demo wird, desto mehr werden ihre Anliegen wahrgenommen.

Christopher-Street-Day in Karlsruhe

„Verliebt, verlobt, verfolgt.“ – unter diesem Motto zieht am Samstag wieder eine bunte Demonstration durch die Karlsruher Innenstadt. Unter der Schirmherrschaft von Frau Bundesrichterin Prof. Dr. Schmidt-Räntsch widmet sich der diesjährige CSD der Situation queerer Menschen im Ausland. Die Parade beginnt um 14h am Stephanplatz, wo zwei Stunden später dann auch eine Kundgebung stattfindet. Neben der Schirmherrin werden Gäste aus Karlsruhes Partnerstädten Krasnodar und Nancy sprechen und die Lebenswirklichkeit Transsexueller und Homosexueller in ihrer Heimat beschreiben. Auf dem Stephanplatz selbst findet von 11h bis in den Abend ein Fest für die ganze Familie statt, mit Hüpfburg, Livemusik und einem breiten Angebot an Speis und Trank. Über 20 Karlsruher Einrichtungen und Gruppen informieren über ihre Arbeit. Die Veranstalter/innen hoffen, wieder mehrere tausend Menschen zu erreichen und für die Situation queerer Menschen hier und anderswo zu sensibilisieren.
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Gesprächsabend im ZKM

Das Leben als Transsexuelle in Deutschland ist gefährlich. Aber kein Vergleich zur Situation in Russland. Auf Einladung von Queeramnesty und CSD Karlsruhe berichten Homo- und Transsexuelle aus Karlsruhes Partnerstädten Krasnodar und Nancy von ihren Erfahrungen.

Am Freitag, 1. Juni um 19h findet im Vortragssaal des ZKM eine Informationsveranstaltung mit Impulsvorträgen und Gelegenheit zum Gespräch statt. Der Eintritt ist frei.
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Bundesrichterin Prof. Dr. Johanna Schmidt-Räntsch übernimmt CSD-Schirmherrschaft

„Der Christopher-Street-Day Karlsruhe erinnert in diesem Jahr daran, dass Menschen immer noch in zahlreichen Ländern wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht akzeptiert und in vielen Ländern auch verfolgt werden. Er will auf ihre Nöte aufmerksam machen und dafür werben, sich für die Verbesserung ihrer Lage einzusetzen. Wir können gemeinsam zeigen, dass Menschen, deren sexuelle Orientierung nicht derjenigen der Mehrheit entspricht, wie jeder Mensch Teil der Schöpfung sind und nur in ihrem Anderssein akzeptiert werden möchten. Damit lenkt der Karlsruher Christopher-Street-Day unseren Blick aber zugleich auch auf uns selbst. Wir haben bei dem Abbau der Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung viel erreicht. Er bleibt aber eine Herausforderung, der wir uns stellen sollten. „Nicht auf die sexuelle Orientierung kommt es an,“ so Johanna Schmidt-Räntsch, „sondern auf die Gaben und Talente jedes Einzelnen. Jeder sollte sich entfalten und zum Wohle Aller einbringen können. Ich selbst habe diese wohltuende Haltung am Bundesgerichtshof erfahren und wünsche sie jedem Menschen.“ Die Menschen in Karlsruhe lädt sie ein, „sich auf die Vielfalt einzulassen, die sich in dieser Stadt bietet und die auf dem Christopher-Street-Day sichtbar werden wird.“

Der CSD Karlsruhe findet am 2. Juni statt und steht unter dem Motto „Verliebt, verlobt, verfolgt.“ Ein buntes Familienfest lädt ab 11h bis in die Abendstunden auf den Stephanplatz ein; die Demoparade selbst zieht ab 14h durch die Stadt. Das Organisationsteam rechnet wie in den Vorjahren mit etwa tausend Teilnehmenden an der Parade und hofft auf viele Mitfeiernde am Straßenrand und auf dem Stephanplatz.

Frau Prof. Dr. Johanna Schmidt-Räntsch ist seit 30 Jahren verheiratet und lebt mit ihrer Frau in Berlin. Sie ist seit 15 Jahren Richterin im V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs, seit Ende 2014 dessen stellvertretende Vorsitzende. Die in Bonn geborene Juristin studierte an den Universitäten Bonn und Genf Rechtswissenschaft, wurde 1983 promoviert und 2011 zur Honorarprofessorin an der Humboldt-Universität zu Berlin ernannt. Sie war von 1984 bis 1989 an Amts- und Landgerichten in Nordrhein-Westfalen und von 1989 bis 2002 in Gesetzgebungsreferaten des Bundesjustizministeriums eingesetzt. Sie hat unter anderen die Gesetze zur Einführung des elektronischen Grundbuchs, zur Modernisierung des Schuldrechts und den ersten Entwurf eines Antidiskriminierungsgesetzes betreut.

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