Autor: kk

Pressechefin gesucht!

Du findest, daß es zu wenig Infos rund um den CSD Karlsruhe gibt? Du hast selbst eine gefällige „Schreibe“? Dann meld Dich doch bitte mal bei uns (kontakt@csd-karlsruhe.de).

Wir suchen eine/n Macher/in, die/der über das Jahr und beim CSD selbst den Kontakt zu den Medien und allen Interessierten pflegt. Für diese Aufgabe ist es nicht unbedingt nötig, alle zwei Wochen an unseren Orgatreffen teilzunehmen; eine enge Abstimmung mit den anderen vom Team sollte aber natürlich schon erfolgen. Technische Kenntnisse sind nicht erforderlich, aber inhaltlich sollte Interesse vorhanden sein, die verschiedenen Aspekte, Gruppen, Anliegen und Themen rund um einen CSD kennenzulernen.

Übrigens: Per Mail an kontakt@csd-karlsruhe.de kann man auch den CSD-Newsletter abonnieren und erhält so zumindest schonmal einiges an Infos frei Haus geliefert.

„Prinz-S“ ist tot, es lebe „PRINZs“

Am kommenden Samstag, 3.9. wird ab 20h das Prinz S (oder wie auch immer es sich grade schreibt) am Fasanenplatz unter neuer Leitung wiedereröffnet.

Wir freuen uns, wenn es in Karlsruhe wieder einen Ort gibt, wo Schwule, Lesben, Bi-, Trans-, Inter- und Asexuelle gemütlich zusammenhocken können und wünschen dem Bistro/Café/Bar allzeit ein volles Haus. (Wozu wir selbst beitragen werden…)

Da das Prinz-S jetzt ein Nichtraucher-Lokal ist, haben auch Jugendliche ab 16 Jahren Zutritt.

Es gibt mehr als „Mann“ und „Frau“

..aber die deutsche Bürokratie sieht das anders. Die Kampagne „3. Option“ will das ändern und klagt sich durch die Instanzen. Parallel soll eine größtmögliche Öffentlichkeit für die Thematik sensibilisiert werden. Drum findet kommenden Freitag, 2.9., ab 17h ein Protestmarsch quer durch Karlsruhe vom Bundesgerichtshof zum Bundesverfassungsgericht statt.

Mehr zum Thema und zur Demo hier: http://dritte-option.de – nehmt teil, zeigt Eure Unterstützung!

Dein CSD. Dein Motto!

Mitten in der „CSD-Saison“ bereiten wir schon den Karlsruher CSD für 2017 vor. 🙂 Dessen politische Botschaft soll wieder zentral und knackig durch sein Motto auf den Punkt gebracht werden.

Und hier kommst Du in’s Spiel: Wie soll das Motto des CSD Karlsruhe 2017 lauten? Schreib uns Deinen Vorschlag bis Ende August an motto@csd-karlsruhe.de.

IDAHO-Flashmob am 17.5.

IDAHO 2016Der „International Day against Homophobia“ (IDAHO) findet in diesem Jahr wieder am 17. Mai von 15 bis 16 Uhr auf dem Platz der Grundrechte statt. Es wird einen Rainbowflashmob mit Luftballons geben, anschließend lädt das LA ViE, das neue queere Jugendzentrum des Stadtjugendausschuss e.V., zu Kurzfilmen der Pride Pictures und Fingerfood in ihre Räume in der Ettlinger Str. 9 ein.

Ab dem 17.5. ist das LA ViE zu folgenden Zeiten geöffnet:
dienstags: 16:00- 19:00 Uhr
donnerstags: 18:00- 21:00 Uhr
jeden zweiten Samstag: 20:00- 23:00 Uhr

Zusätzlich kann man im LA ViE auch noch die Treffen der Vereine „Verkabelt – Verein Bisexueller, Lesben und Freund*innen“ und der „Schwulen Jungs“ besuchen.

Urteil zum Adoptionsrecht

Urteilsverkündung des BundesverfassungsgerichtsDas Bundesverfassungsgericht hat heute sein Urteil verkündet: Das bestehende Verbot der sogenannten „Sukzessivadoption“ von eingetragenen Lebenspartnern ist verfassungswidrig. Damit ist es Schwulen und Lesben nun möglich, ein Adoptivkind des Partners ebenfalls zu adoptieren. Bislang war in Deutschland nur die „Stiefkindadoption“ möglich, das heißt: Schwule und Lesben durften die leiblichen Kinder ihrer Partner adoptieren, jedoch nicht die Kinder, die die Partner selbst adoptiert hatten.

Selten waren sich die Experten so einig wie in der Verhandlung am 18. Dezember. Ebenso einig waren sich die Richter: sie entschieden einstimmig, dass durch das Verbot der Sukzessivadoption „sowohl die betroffenen Kinder als auch die betroffenen Lebenspartner in ihrem Recht auf Gleichbehandlung verletzt“ werden (Art. 3 Abs. 1 GG).

Die Richter stellten außerdem klar, dass auch Regenbogenfamilien im Sinne des Grundgesetzes als „Familie“ gelten, und als solche nach Art. 6 Abs.1 GG besonders geschützt sind. Es sei „davon auszugehen, dass die behüteten Verhältnisse
einer eingetragenen Lebenspartnerschaft das Aufwachsen von Kindern
ebenso fördern können wie die einer Ehe“. Dies zeigte auch die vom Bundesjustizministerium beauftragte Studie zur Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften 2009. Dort wurde festgestellt, dass sich Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, genau so gut entwickeln, wie bei heterosexuellen Eltern:

Signifikante Unterschiede fanden sich dahingehend, dass Kinder und Jugendliche aus Lebenspartnerschaften über ein höheres Selbstwertgefühl und über mehr Autonomie in der Beziehung zu beiden Elternteilen berichteten als Gleichaltrige in anderen Familienformen. (Zitat aus der Studie)

Die Bundesjustizministerin hat angekündigt, sofort ein Gesetz zur Umsetzung des Karlsruher Richterspruchs auf den Weg zu bringen.

Demo „Schwule und Lesben ins Standesamt“

Beginn der Demo in der Hildapromenade
Beginn der Demo in der Hildapromenade

Am 24. April 2010 haben wir in der Karlsruher Innenstadt für die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften demonstriert. Unter dem Motto „Schwule und Lesben ins Standesamt“ trafen sich gegen 14:00 bei strahlendem Sonnenschein rund 300 Demonstrant(inn)en am Ökumeneplatz (nördlich vom Mühlburger Tor).

Demo am Mühlburger Tor
Rathaus West - vor dem Standesamt

Mit Polizeieskorte ging es dann zunächst am Rathaus West vorbei, wo sich das besagte Standesamt befindet. Dieses ist derzeit nur für Heterosexuelle zuständig, gleichgeschlechtliche Paare müssen sich an das Amt für Bürgerservice und Sicherheit wenden. Das ist nur eine von vielen kleinen Ungleichbehandlungen, die uns in Karlsruhe insgesamt das Gefühl geben, als Paare zweiter Klasse behandelt zu werden. Dagegen wollten wir uns mit dieser Aktion wehren.
Weiterlesen und noch mehr Fotos anschauen…

Gemeinderat: OB lässt nicht abstimmen

Am 26. Januar 2010 wurde im Karlsruher Gemeinderat ein Antrag diskutiert, in dem es darum ging, die Eintragung der Lebenspartnerschaft in Karlsruhe der Eheschließung gleichzustellen. Konkret wurden gleiche Gebühren, gleiche Räumlichkeiten, sowie die Zuständigkeit des Standesamts gefordert.

Die Formulierung lautete explizit „der Gemeinderrat empfiehlt dem Oberbürgermeister…“. Dennoch befand der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) nach halbstündiger Debatte, dass es so etwas wie eine „Empfehlung an den OB“ nicht gebe, und dass er daher über den Antrag keine Abstimmung zulassen würde. Außerdem gab er an, dass laut einer Anweisung des Innenministeriums (des Landes) Eheschließung und Eintragung einer Partnerschaft nicht wie beschrieben gleichgestellt werden dürften, und dass er sich daran halten würde.

Ärgerlich, denn die Parteien hatten vorher ihr Abstimmverhalten bereits kundgetan und jeder Anwesende konnte sich ausrechnen, dass Gegenstimmen nur von der CDU-Fraktion, sowie von zwei weiteren Stadträten zu erwarten waren, und der Antrag daher voraussichtlich mit 32:16 Stimmen sogar mit 2/3-Mehrheit angenommen worden wäre.
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Steinstraße 23
76133 Karlsruhe

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