Autor: CSD Web-Team

NEU: die CSD-Kundgebung

„Öfter mal was Neues!“ – das gilt auch und erst recht für den CSD! Wir krempeln unsere Kundgebung ein bisschen um, und laden nicht (noch) mehr Politikerinnen und Politiker ein, sondern – gar keine. Stattdessen werden diese zwei Redner das Wort ergreifen:

Zuerst berichtet Joachim Schulte, Lehrer, über den Schulalltag, der für Lesben, Schwule und Transexuelle oft alles andere als einfach ist. Als Koordinator des Schulaufklärungsprojekts SchLau in Rheinland-Pfalz (SCHLAU) verfügt er über jahrelange Erfahrung mit der Thematik.

Im Anschluss wird Dr. Ulli Biechele zum Mikro greifen. Er ist im Vorstand von PLUS Mannheim, der psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e. V. Der Psychologe berät dort unter anderem Mobbingopfer und wird von seiner Arbeit berichten.

Sei(d) also dabei, wenn der CSD Karlsruhe „mal was Neues“ macht – wir glauben, dass euch die Kundgebung gefallen wird. Lasst uns gern beim CSD wissen, was ihr meint – wir haben auf dem Hoffest wieder einen Stand!

„Ich freue mich“: Schirmherr Mentrup am CSD-Stand

Am Samstagnachmittag besuchte Frank Mentrup den Info-Stand des Christopher Street Day (CSD) in der Kaiserstraße: Nach der Gegen-Rechts-Veranstaltung ließ es sich Frank Mentrup nicht nehmen, für den CSD Karlsruhe am 8. Juni zu werben. Das Stadtoberhaupt ist diesjähriger Schirmherr der Demo-Parade von Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen.

Mentrup informierte sich außerdem über die alltägliche Diskriminierung sexueller Minderheiten. „Ich freue mich, dass es in Karlsruhe so eine engagierte CSD-Bewegung gibt“, sagte Mentrup am Stand. Für ihn gehöre der CSD genauso zu Karlsruhe wie das Fest der Völkerverständigung.

An der Demo-Parade durch die Innenstadt können alle Interessierten teilnehmen. Im letzten Jahr waren tausend Demonstrantinnen und Demonstranten auf den Beinen.
Um 14 Uhr startet die Demonstration am Friedrichsplatz, den Abschluss bildet eine politische Kundgebung mit Gästen. Danach sind alle zum Hoffest am Nachtwerk eingeladen.

Der Christopher Street Day Karlsruhe erinnert an den ersten Aufstand von Schwulen und Lesben von 1969 in der New Yorker Christopher Street. Seitdem feiert die Community Erfolge in der Gleichstellung und kämpft gleichzeitig für die volle Gleichbehandlung in der Gesellschaft.

Natürlich gibt es hier auch ein Foto!🙂

Info-Stand mit OB Mentrup

Auch am nächsten Samstag ist der CSD Karlsruhe wieder von 11 bis 16 Uhr präsent mit einem Info-Stand in der Innenstadt (Ecke Kaiser-/Waldstraße). Mit dabei ist ab 15 Uhr auch unser Schirmherr, Oberbürgermeister Frank Mentrup. Falls ihr mit ihm sprechen möchtet oder ihn einfach als unseren Schirmherrn ‚in Aktion‘ sehen wollt: Das ist die Gelegenheit!
Bleibt zu hoffen, dass das Wetter mitspielt und der Titel „Schirmherr“ nicht wörtlich zutrifft ;-)…

… und alle laufen mit!

Vielfältig, repräsentativ, bunt – so liest sich die Liste der teilnehmenden Gruppen an der diesjährigen Demo-Parade. Mit dabei sind Initiativen wie die AIDS-Hilfe Karlsruhe, die Schwung und die QUEERulanten, Party-Größen wie Rosapark und Holla die Waldfee, etliche Parteien, befreundete CSDs und viele andere Gruppen, die unseren Alltag in regenbogenbunt färben:-). Schaut doch vorbei auf unserer Liste der bereits angemeldeten Organisationen.
Wenn euch ein Verein oder eure Gruppe fehlt, hakt dort mal nach – die kostenlose Anmeldung läuft noch bis kurz vor Abmarsch!

Zusage: Mentrup ist Schirmherr!

Viele hatten es gehofft, vermutet, jetzt lest ihr es schwarz auf weiß, Stadtoberhaupt Frank Mentrup hat als Schirmherr zugesagt. Erstmals nimmt damit ein Karlsruher Oberbürgermeister die jährliche Demo-Parade der Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen unter seine Fittiche.
Mentrup hält seine Zusage für selbstverständlich: „Ich bin Oberbürgermeister aller Karlsruherinnen und Karlsruher – unabhängig von ihrer sexuellen Identität.“ Auf das Motto „Schau nicht weg!“ angesprochen betont der Schirmherr: „Der Aufruf richtet sich an jede Person und ist der Stadt eine Verpflichtung.“
Die Demo-Parade des CSD Karlsruhe am 8. Juni wird auch in diesem Jahr vom Friedrichsplatz aus durch die Innenstadt ziehen, gefolgt von der politischen Kundgebung. Nach diesem Teil lädt der CSD alle Interessierten ein auf das Hoffest beim Nachtwerk in der Pfannkuchstraße.

„Schau nicht weg!“ – Motto 2013 und Termin stehen fest

Unter dem Motto „Schau nicht weg!“ wird am 8. Juni 2013 wieder der Christopher Street Day in Karlsruhe stattfinden, die große Demo-Parade der Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen. Die Jury des CSD Karlsruhe e.V. wählte den Slogan „Schau nicht weg!“ aus zahlreichen Vorschlägen. Das Motto unterstreicht den gesellschaftlich-politischen Charakter des CSDs.

Gleich doppelt fordert das Motto zum Hinsehen auf: erstens bei Pärchen aus zwei Männern oder zwei Frauen, die Hand in Hand durch die Straßen gehen. Zweitens wirbt das Motto um Zivilcourage bei Gewalt gegen Lesben und Schwule.

Die Planungen zum dritten CSD in Folge laufen bereits, damit eine Woche nach den Pfingstferien eine buntere und noch größere Demo-Parade durch die Innenstadt zieht. Darauf wird wieder eine politische Kundgebung mit Gästen folgen, anschließend lädt das Hoffest alle Interessierten zum Mitfeiern ein.

Mit dem Christopher Street Day gehen alljährlich in zahlreichen Großstädten weltweit Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuelle auf die Straße, um auf ihre Lebenssituation aufmerksam zu machen und die vollständige Gleichstellung einzufordern.

CSD 2013 – Gib ihm (d)ein Motto!

Getreu dem Motto „Nach dem CSD ist vor dem CSD“ machen wir uns Gedanken über den CSD 2013. Und wir, das seid auch ihr: Findet ein Motto für unseren nächsten CSD!
Wie soll das Motto sein? Kämpferisch? Witzig?  Zu einem bestimmten Thema? Das liegt bei euch!
Reicht euren Vorschlag ein – bis zum 31. August. Oder habt ihr eine tolle Idee, wisst nur nicht, wie man ein konkretes Motto daraus basteln könnte? Immer her damit!
Im September wird eine Jury alle eingegangenen Vorschläge durchforsten und das Motto für 2013 küren.

Lasst es euch durch den Kopf gehen – im Park, am Strand, am Schreibtisch.
Eure zündende Idee lasst uns wissen.
Bis Ende August.
Per Mail:
motto [ätt] csd-karlsruhe.de

CSD auf Französisch: Straßburger „Festigays“ feiern Regenbogenfest zum zehnten Mal

Nach ‚unserem‘ CSD in Karlsruhe laufen in den benachbarten Großstädten Saarbrücken und Stuttgart die Vorbereitungen schon auf Hochtouren. Wer über den Tellerrand schaut, entdeckt am anderen Ufer des Rheins schnell noch eine weitere Großveranstaltung unter dem Regenbogen-Banner. Das Kollektiv „Festigays“ veranstaltet am 16. Juni 2012 bereits zum zehnten Mal die „Marche des Visibilités“ („Marsch/Parade der Sichtbarkeit“). Eingebettet ist die Parade ähnlich wie bei deutschen CSDs in eine Veranstaltungswoche – die „Semaine de la Visibilité“ („Woche der Sichtbarkeit“).

Die bunte Parade startet um 14 Uhr an der Place de l’Université und führt einmal durch die Innenstadt, um gegen 17 Uhr am Startpunkt zu enden. Hier wird dann das „Village des Visibilités“, das Dorf der Sichtbarkeiten anschließen. Hier warten Informationsstände, ein Podium mit Redebeiträgen bekannter Persönlichkeiten und natürlich Getränke auf die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Tanzen bis in die frühen Morgenstunden ist ab 22 Uhr in der „Laiterie“ möglich, die sich in der Nähe befindet.

Die Festigays sind der Dachverband der Straßburger LGBT-Gruppen. Der CSD ist die größte Veranstaltung des Vereins. Zum zehnjährigen Jubiläum blicken die Festigays in diesem Jahr auf ihre bisherige Arbeit zurück: Was haben Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle schon erreicht? Wofür muss weiter gekämpft werden? Als größten Erfolg verweisen auch die französischen Homosexuellen auf eine Art Eingetragene Lebenspartnerschaft (P.A.C.S. = pacte administratif et civile de solidarité), die u.a. sogar die gemeinsame Versteuerung der Lebenspartner ermöglicht.

Zentrale Punkte der Gleichberechtigung sind nach Meinung der Festigays die Anpassung des Adoptionsrechts, das auch in Frankreich auf heterosexuelle Paare oder Einzelpersonen ausgelegt ist, und die Rechte von Transgendern. Grund genug, weiter zu kämpfen, aber im Rückblick auf Erreichtes auch Anlass zu feiern – und bevor es in Saarbrücken (22.07.) und Stuttgart (28.07.) weiter geht – warum eigentlich nicht Station machen in Straßburg!?

Alle Infos (auf Französisch) auch auf http://www.festigays.net/

Vorbei, aber noch nicht ganz zu Ende: der CSD Karlsruhe 2012

Machen wir uns nichts vor: Mit dem  zweiten CSD in Folge hatte Karlsruhe einen heißen Samstag! Danke allen, die auf der Straße und beim Hoffest dabei waren! Ihr habt den CSD zu dem gemacht, was er war! Für Liebe. Mit Recht.

Das war los

Wieder in vierstelliger Personenstärke zogen wir durch die Innenstadt, Homo-, Bi-, Trans-, Inter- und nicht zuletzt Heterosexuelle. Straßenbahnen standen still, Trillerpfeifen schrillten laut, Kaiserwetter – die Stimmung war super!

Bei der Kundgebung verschnauften die Paraden-Teilnehmer/innen dann, und unsere Schirmfrauen ANA & ANDA ergriffen das Wort. Anschließend nahmen die Gäste aus der Politik Stellung zur Verbesserung der Lebenssituation aller LGBT-Minderheiten. Wer (z.B. durch Nahrungssuche) etwas versäumt oder seinen Ohren am Friedrichsplatz nicht getraut hat: Die Mitschnitte aller Redebeiträge können hier auf der Website nachgehört werden.

Auf dem Hoffest war von A wie Apfelschorle bis Z wie… ziemlich viel zu essen bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Auf der Bühne sorgten Anica und Band, Dieter Jürgens und Band, Demetri Betts, Mave O´Rick, Carlos Fassanelli und Chapeau Claque für Stimmung.

Alles vorbei?

Nein, es geht noch weiter: Das Rahmenprogramm bietet weiterhin Gelegenheit, CSD-Freuden zu frönen: Am Donnerstag (7. Juni) bietet der Sportverein Uferlos die Radwanderung zur Insel Rott an, Freunde des motorisierten Zweirads kommen mit der Samstags-Tour der Queerbiker am 9. Juni auf ihre Kosten.

Häusliche CSD-Fans können bei Rosarauschen am Freitag, den 8. Juni, der Themensendung CSD lauschen. Schon zu Fronleichnam (7. Juni)  gibt es außerdem die Wiederholung der CSD-Sondersendung aus der Vorwoche.

Und wer glaubt, noch nicht alles gesehen zu haben: Das Café XXX im Z10 lädt am Sonntag, 10. Juni, zur CSD-Nachlese, wo etliche Bilder auf der Leinwand präsentiert werden – schwelgen wir gemeinsam in Erinnerungen…! Wer noch gelungene Schnappschüsse hat: bitte mitbringen und teilen! So kommt man im Gegenzug auch an nette Fotos (und ins Gespräch sowieso). Vorab steht euch auch schon hier im Internetauftritt unsere Bildergalerie offen. Viel Spaß beim Durchklicken!

Ihr seht: Noch ist nicht alles vorbei, seid dabei und lasst den CSD würdig ausklingen – mit Schmackes, mit Recht!

Die Demo-Parade – spiel mit!

Am Samstag ist es endlich so weit: Die große Demo-Parade des CSD Karlsruhe findet statt. Alle ‚Spielregeln‘ sind hier zusammengestellt.

Wer läuft mit?

An die 30 Gruppen lassen es krachen, warum nicht auch DU? Einzelne Personen können spontan mitlaufen, ohne Anmeldung und einfach so. Schnapp dir eine der verteilten Trillerpfeifen, und schon bist du bestens für die Parade gerüstet. Ganze Gruppen können sich noch bis 13 Uhr bei einem der Orgas anmelden (das sind die netten Herren in den schicken rosa Westen).

14 Uhr: Abmarsch

Um 14 Uhr laufen wir, angeführt von unseren Schirmfrauen, los.

Auf der Piste: nichts Verwerfliches

Feiern ist schön, also ist auch der CSD schön. Genau wie andere Städte wird Karlsruhe aber grummelig, wenn es nach der Parade aussieht wie beim Müllwerkerstreik in Neapel. Also: Wer etwas zu entsorgen hat (Bonbonpapier, Plastikflasche, aufgetragene Wäsche,…), wirft es in einen Abfalleimer. Apropos „werfen“ – werft den Menschen Blicke zu, Kusshände, was auch immer – nur nichts ‚Materielles‘ (Trillerpfeifen, Bonbons, Torten) – sonst darf das Orga-Team die Straßen fegen. Sicher, eine leicht bekleidete verschwitzte Arbeitstruppe mag ganz nett klingen, aber nach ein paar Stunden Fegerei würde das langweilig, oder…? Außerdem: Je schneller die Gruppe zum Hoffest kommt, desto pünktlicher kann dort der Vorhang hochgehen…

Wieder am Friedrichsplatz

Gegen 15:30 Uhr erreichen wir wieder den Friedrichsplatz (vielleicht früher, vielleicht später – hängt von der tatsächlichen Route ab). Es wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, die Bühne für die Kundgebung aufzubauen. Macht es euch also auf dem Rasen des Friedrichsplatzes bequem, besorgt euch eine Erfrischung, einen Kaffee, einen Imbiss,… benutzt ausgiebig die Mülleimer, seid lieb zu den Blumenbeeten, das Wasser im Brunnen ist kein Trinkwasser,… ihr wisst schon, Neapel und so;-)!!

French