Autor: fpf

Bundesrichterin Prof. Dr. Johanna Schmidt-Räntsch übernimmt CSD-Schirmherrschaft

„Der Christopher-Street-Day Karlsruhe erinnert in diesem Jahr daran, dass Menschen immer noch in zahlreichen Ländern wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht akzeptiert und in vielen Ländern auch verfolgt werden. Er will auf ihre Nöte aufmerksam machen und dafür werben, sich für die Verbesserung ihrer Lage einzusetzen. Wir können gemeinsam zeigen, dass Menschen, deren sexuelle Orientierung nicht derjenigen der Mehrheit entspricht, wie jeder Mensch Teil der Schöpfung sind und nur in ihrem Anderssein akzeptiert werden möchten. Damit lenkt der Karlsruher Christopher-Street-Day unseren Blick aber zugleich auch auf uns selbst. Wir haben bei dem Abbau der Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung viel erreicht. Er bleibt aber eine Herausforderung, der wir uns stellen sollten. „Nicht auf die sexuelle Orientierung kommt es an,“ so Johanna Schmidt-Räntsch, „sondern auf die Gaben und Talente jedes Einzelnen. Jeder sollte sich entfalten und zum Wohle Aller einbringen können. Ich selbst habe diese wohltuende Haltung am Bundesgerichtshof erfahren und wünsche sie jedem Menschen.“ Die Menschen in Karlsruhe lädt sie ein, „sich auf die Vielfalt einzulassen, die sich in dieser Stadt bietet und die auf dem Christopher-Street-Day sichtbar werden wird.“

Der CSD Karlsruhe findet am 2. Juni statt und steht unter dem Motto „Verliebt, verlobt, verfolgt.“ Ein buntes Familienfest lädt ab 11h bis in die Abendstunden auf den Stephanplatz ein; die Demoparade selbst zieht ab 14h durch die Stadt. Das Organisationsteam rechnet wie in den Vorjahren mit etwa tausend Teilnehmenden an der Parade und hofft auf viele Mitfeiernde am Straßenrand und auf dem Stephanplatz.

Frau Prof. Dr. Johanna Schmidt-Räntsch ist seit 30 Jahren verheiratet und lebt mit ihrer Frau in Berlin. Sie ist seit 15 Jahren Richterin im V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs, seit Ende 2014 dessen stellvertretende Vorsitzende. Die in Bonn geborene Juristin studierte an den Universitäten Bonn und Genf Rechtswissenschaft, wurde 1983 promoviert und 2011 zur Honorarprofessorin an der Humboldt-Universität zu Berlin ernannt. Sie war von 1984 bis 1989 an Amts- und Landgerichten in Nordrhein-Westfalen und von 1989 bis 2002 in Gesetzgebungsreferaten des Bundesjustizministeriums eingesetzt. Sie hat unter anderen die Gesetze zur Einführung des elektronischen Grundbuchs, zur Modernisierung des Schuldrechts und den ersten Entwurf eines Antidiskriminierungsgesetzes betreut.

Pride Pictures

Pride PicturesVon heute bis nächsten Sonntag finden in Karlsruhe die 24. lesbisch-schwulen Filmtage, die Pride Pictures, statt.35 Filme, davon 13 Spielfilme – da ist wirklich für jede und jeden etwas dabei!

DAs volle Programm gibt’s unter www.pridepictures.de.

Noch eine Woche bis zum CSD!

Die Wettervorhersage prophezeit strahlenden Sonnenschein wie in den Vorjahren, und von den Anmeldezahlen her wissen wir, daß die Demoparade und das Familienfest noch größer, bunter und lauter werden als je zuvor. Es gibt auch wieder Trillerpfeifen. 🙂

Unter dem Motto „Bunte Liebe statt brauner Hass!“ wollen wir demonstrieren gegen die gesellschaftliche Rückwärtsbewegung, die wir derzeit an so vielen Stellen beobachten müssen. Als Schirmherrn dürfen wir dieses Jahr den Generalintendanten des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, Herrn Peter Spuhler, begrüßen. Durch das Bühnenprogramm des Familienfestes führen Fanny Davis und Conchita 4711. Es gibt auch wieder eine Hüpfburg. 🙂 Für Speis und Trank ist gesorgt. Bitte habt Verständnis, daß auf dem Fest keine mitgebrachten Sachen verzehrt werden dürfen.

Für Eure Anreise solltet Ihr wissen, daß im Karlsruher Vorort Durlach am gleichen Tag eine Nazidemo (erwartet: 600 Teilnehmende) und entsprechende Gegendemos (erwartet: 3.500 Teilnehmende) stattfinden. Read More

Dein CSD

In wenigen Wochen, am 3.6./Pfingstsamstag, ist wieder CSD in Karlsruhe. Ein großes Fest auf dem Stephanplatz und eine Demoparade durch die Innenstadt. Ein halbes Dutzend Ehrenamtler sind hier seit Monaten am Vorbereiten, erstmals machen wir auch das Fest in eigener Regie. Der CSD mit seinem Motto „Bunte Liebe statt brauner Hass!“ wird ein deutliches Zeichen setzen für Karlsruhe.
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Jahresrückblick 2016

Liebe Freundinnen und Freunde
des Christopher-Street-Day Karlsruhe,

Das vergangene Jahr war für uns vom Orgateam reich an neuen Erfahrungen. Die Paradenroute war noch immer durch die Baustellensituation in Karlsruhe geprägt, aber Schritt um Schritt gewinnen wir die Kaiserstraße, die zentrale Fußgängerzone, wieder für uns zurück. Bei der Kundgebung sprachen neben der Schirmherrin auch erstmals ein Vertreter des „Landesnetzwerks LSBTTIQ“, das als gemeinsames Sprachrohr und Ansprechpartner der Landespolitik für über 90 lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Gruppen und Initiativen in Baden-Württemberg fungiert sowie ein Vertreter der Zusammenschlusses „CSD Südwest“, der die CSDs von Koblenz bis Ulm zu Erfahrungsaustausch und gegenseitiger Unterstützung vernetzt. Das Familienfest fand nun schon zum dritten – und vermutlich letzten – Mal auf dem Friedrichplatz hinter der Postgalerie statt.

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Nach dem CSD ist vor dem CSD

Toll war der CSD Karlsruhe 2016, ein großes Dankeschön allen, die mitgefeiert und mitgeholfen haben.

Und schon geht’s weiter: Alle zwei Wochen samstags ab 14h trifft sich das Orgateam und bereitet den CSD für nächstes Jahr vor. Unser nächstes Treffen ist am 2.7. im Speisehaus Gurke, Augustastr. 3 (Haltestelle Mathystraße). Jede und jeder, die/der mithelfen will, ist herzlich willkommen! Einfach dazustoßen oder kurz vorher per Mail an kontakt@csd-karlsruhe.de melden.

Übrigens: Wir fahren auch gemeinsam zu anderen CSDs der Region. Aschaffenburg war grade, Köln ist grade, und weiter wird es gehen mit Freiburg (9.7.), Stuttgart (30.7.), Mannheim/Rhein-Neckar (13.8.), Darmstadt (20.8.). In Freiburg wird der CSD Karlsruhe mit einem Fahrzeug teilnehmen. Gerne könnt Ihr Euch uns direkt vor Ort anschließen. Wenn Ihr mit uns anreisen wollt zu einem der CSDs, dann schreibt bitte an kontakt@csd-karlsruhe.de.

Fotos aus Köln anschauen

Wandern, feiern, lesen, beten?

Auch 2016 gibt es rund um den CSD eine bunte Veranstaltungswoche. Vom Sportverein bis zum Hochschulchor nutzen Karlsruhes queere Vereine und Initiativen die Gelegenheit, die Fächerstadt wenigstens ein paar Tage lang in Regenbogenfarben zu tauchen.

Beim Familienfest am Samstag, den 28. Mai auf dem Stephanplatz werden über ein Dutzend Gruppen ihre Arbeit an Infoständen vorstellen – und natürlich sind sie alle auch ab 14h bei der Demoparade quer durch die Innenstadt mit dabei. Mach auch Du mit, sei dabei, komm dazu! Der CSD lebt vom Mitmachen! Nur wenn wir viele sind, werden wir wahrgenommen. In Vielfalt angekommen. Sicher?

Information ist alles

DSC_2320An allen Samstagen bis zum CSD wollen wir am Ludwigsplatz über den CSD informieren.

Alleine können wir das aber nicht. Wir freuen uns über jede und jeden, die/der sich zu uns gesellt und uns hilft, den Passant(inn)en Sinn und Zweck eines CSDs zu erklären. Besonderes Vorwissen ist keines erforderlich. 🙂 Einfach vorbeikommen.

Verfassungsrichterin Baer übernimmt CSD-Schirmherrschaft

© Bundesverfassungsgericht │ lorenz.fotodesign, Karlsruhe
© Bundesverfassungsgericht │ lorenz.fotodesign, Karlsruhe

„Der Christopher-Street-Day macht Vielfalt sichtbar. Gerade Karlsruhe als Stadt des Rechts, auch der Grundrechte und der Menschenrechte, steht für die gegenseitige Wertschätzung, die die Grundlage unserer Gesellschaft bildet“, so Susanne Baer. „Die Botschaft des CSD passt daher gut zum Selbstverständnis, mit dem ich hier arbeite und zu der Art und Weise, wie ich selbst lebe.“ Die Karlsruherinnen und Karlsruher lädt sie ein, „begeistert zu umarmen, was sich an Vielfalt in dieser Stadt bietet und was auf dem Christopher-Street-Day sichtbar werden wird.“

Der CSD Karlsruhe findet am 28. Mai statt und steht unter dem Motto „In Vielfalt angekommen. Sicher?“ Ein buntes Familienfest lädt ab 11h bis in die Abendstunden auf den Stephanplatz ein; die Demoparade selbst zieht ab 14h durch die Stadt. Die Veranstalter/innen rechnen wie in den Vorjahren mit etwa tausend Paradenteilnehmer/innen und hoffen auf viele Mitfeiernde am Straßenrand und auf dem Stephanplatz.

Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Susanne Baer, LL.M. lebt in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft und ist seit fünf Jahren Richterin im Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts. Die in Saarbrücken geborene Juristin studierte an der FU Berlin Rechts- und Politikwissenschaft, wurde 1991 promoviert und habilitierte sich im Jahr 2000. Ihre wissenschaftliche Laufbahn führte sie unter anderem nach Ungarn und in die USA. Schwerpunkt ihrer Forschung sind Antidiskriminierungsrecht und vergleichendes Verfassungsrecht, interdisziplinäre Rechtswissenschaften und Gender Studies. Die engagierte Feministin wurde für ihr couragiertes offenes Auftreten als lesbische Frau mit dem Augspurg-Heymann-Preis ausgezeichnet.

Kultur gefällig?

Diesen Freitag, 15.4., startet das Festival queerKULTUR. Zwei Wochen lang, 20 Einzelveranstaltungen. Besonders an’s Herz legen möchten wir Euch die Podiumsdiskussion zur Situation queerer Flüchtlinge am Sonntag, 17. April ab 20h im studentischen Kulturzentrum Z10 in der Zähringerstr. 10, live übertragen im Querfunk auf 104,8MHz. Denn hier greift queerKULTUR unser diesjähriges CSD-Thema auf. „In Vielfalt angekommen. Sicher?“

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