KIT-Präsident übernimmt CSD-Schirmherrschaft

(Bildquelle: Markus Breig, KIT)
Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Präsident des KIT, übernimmt die Schirmherrschaft über den diesjährigen Karlsruher Christopher-Street-Day. „Vielfalt, Offenheit und Transparenz sind am KIT Werte, an denen wir uns täglich orientieren. Wie unsere pluralistische Gesellschaft insgesamt, lebt auch die Wissenschaft von gegenseitigem Respekt und dem Anerkennen von Unterschieden. Mit dem jetzt verabschiedeten Diversity Statement des KIT wollen wir noch stärker als bisher individuelle Lebensentwürfe und -situationen ermöglichen und noch mehr Diversity-Kompetenz entwickeln“, sagt Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT. „Die Vielfalt unserer Beschäftigten und Studierenden ist unsere Stärke. Vielfalt bringt uns voran – in Forschung, Lehre und Innovation sowie im gesellschaftlichen Miteinander. Als Präsident des KIT ist es mir deshalb eine große Ehre, Schirmherr des diesjährigen Christopher Street Day in Karlsruhe zu sein und die LGBTQ-Community in ihrem Kampf um gleiche Chancen und Rechte zu unterstützen.“

Mit ihrem Motto „Queer ist kein Hobby!“ will die Veranstaltung besonders auf die Situation junger queerer Menschen aufmerksam machen. Allzu oft werden sie belächelt, ihre Sexualität oder Geschlechtsidentität als „Phase“ oder frei gewähltes „Hobby“ abgetan und Druck auf sie ausgeübt, sich vermeintlich „normal“ zu verhalten. Mit verheerenden Folgen: So ist die Suizidrate queerer Jugendlicher vier- bis siebenmal höher als bei Gleichaltrigen; etwa jede*r fünfte queere Jugendliche hat einen oder mehrere Suizidversuche hinter sich. Der CSD möchte dazu beitragen, ein gesellschaftliches Klima der Akzeptanz und der Unterstützung für queere Jugendliche zu schaffen.

Professor Dr.-Ing. Holger Hanselka, Jahrgang 1961, studierte Allgemeinen Maschinenbau an der Technischen Universität Clausthal. 1988 ging er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und spezialisierte sich dort auf die Themen Leichtbau und Faserverbundstoffe. Nach einer Professur an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg folgte er 2001 dem Ruf nach Darmstadt als Direktor des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit und Leiter des Fachgebiets „Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik“ an der TU Darmstadt. Von 2006 bis 2012 war Hanselka Mitglied des Präsidiums der Fraunhofer Gesellschaft und hatte das Amt des Vizepräsidenten der TU Darmstadt seit 2010 bis zu seinem Wechsel nach Karlsruhe inne.

Seit 1. Oktober 2013 ist Holger Hanselka Präsident des KIT. Zugleich ist er Chief Information Officer. Hanselkas erste Amtszeit als Präsident endete am 30. September 2019. Durch seine Wiederwahl steht Hanselka bis zum 30. September 2025 an der Spitze des KIT.

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 22 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

− 1 = 5

French